Rettungsplan erstellen nach DIN ISO 23601

Gemeinsam mit Ihnen zum Ziel.

Wir kümmern uns gemeinsam mit Ihnen um aktuelle, genau recherchierte und ansprechend gestaltete Flucht- und Rettungspläne.

Um kostengünstig Ihre Wünsche umsetzen zu können, ist Ihre Mitarbeit ein deutlicher Vorteil.

Es gibt nicht wenige Aufgaben, die wir gerne für Sie erledigen, die aber auch von Ihnen erbracht werden können. Diese können sein:

- Vorhandene Unterlagen zusammenstellen, externe Unterlagen besorgen.

- Während unserer Zeichnungsarbeiten die Zwischenstände auf deren Richtigkeit vor Ort prüfen.

- Die Ergebnisse mit der gebauten Situation vor Ort abgleichen.

- Die Pläne an den dafür vorgesehenen Orten montieren.

 

Sollen die Pläne des Unternehmens durch eigene Mitarbeiter erstellt werden, unterstützen wir sie gerne bei der Einhaltung der graphischen, zeichnerischen und formalen Anforderungen. 

Schon begonnene Zeichnungen bringen wir gemeinsam mit Ihnen zu einem verwertbaren und den Vorgaben entsprechenden Ergebnis.

Machen wir gemeinsam mehr daraus als notwendige Fucht- und Rettungspläne.

Das Erstellen der Flucht- und Rettungspläne ist zugleich die Gelegenheit, ein Gebäude in dessen aktuell gebauten Zustand so zu zeichnen, dass die Pläne ohne die notwendigen Symbole des Rettungsplanes anschließend in digitaler Form vorliegen.

Durch geschicktes und klug geplantes Arbeiten mit modernen Zeichenprogrammen ist es möglich, architektonischen Anforderungen entsprechende Zeichnungen zu erstellen, diese zusätzlichen Elemente der Verwendung entsprechend dann sichtbar oder nicht sichtbar auszugeben.

Somit ist der Mehrwert enorm, die Zeichnungen sind dann nutzbar in jeglicher Form, ob als Bild zur schnellen und dennoch genau gezeichneten Weitergabe, oder als digital einlesbare Daten in vielen gängigen Zeichenprogrammen.  

So ermöglichen Ihnen die Rettungspläne den Übergang Ihrer Papierzeichnungen hin zu digitalisierten aktuellen Plänen.

Zeigen Sie mit Ihren Flucht- und Rettungsplänen, ob und was hinter Ihrer Einrichtung steht.

Flucht- und Rettungspläne dienen den Besuchern in vielerlei Hinsicht.

Sie zeigen die Struktur des Gebäudes, lassen dessen Größe abschätzen, verdeutlichen Kleinteiligkeiten und lassen Aneinanderreihungen verstehbar werden.

Sie verschaffen Übersicht über die Umgebung und ermöglichen somit die Zuversicht, im Ernstfall zu wissen, wo die Rettung oder Abhilfe zu finden ist.

 

Den Beschäftigten zeigen diese Pläne mehr als den schon altbekannten und vorhandenen Grundriss. 

Sie sind die ständig sichtbare Dokumentation über den erforderlichen und gebauten Brandschutz.

Hier ist verzeichnet, wo welche Einrichtungen für den Brandschutz sinnvoll platziert sind, wo diese vielleicht einmal platziert waren und sinnvollerweise wieder zu platzieren sind.

Hier wird leicht verständlich, welcher Ausgang wohin führt und wie wichtig oder auch unwichtig dessen Funktion als Fluchtweg ist.

Rettungspläne sind ein hilfreicher Bestandteil bei Schulungen, Notfallübungen und der Unterweisung hinzukommender Personen und Beschäftigten.

 

Letztlich sind die Rettungspläne das diskrete Aushängeschild des Unternehmens und der Einrichtung, hier wird gezeigt und gezeichnet, welche Architektur, welches Brandschutzkonzept erdacht und umgesetzt wurde. Hier ist es dezent möglich, die einfache Halle in deren klarer effektiver Funktion oder aber die allem zugrunde liegende architektonische Struktur eines Gebäudes erkennbar zu machen.

Welche Sorge, welche Verantwortung, welche Wertschätzung die Nutzer ihrem Gebäude gegenüber leben, lässt sich leicht am Zustand der Rettungspläne ablesen.

 

Vielen Menschen ist es nicht gegönnt, einen Grundriss unmittelbar so zu lesen und zu begreifen, dass daraus ein innerer Plan entstehen kann, welcher dann Orientierung und Übersicht verschafft. 

Umso wichtiger ist es, die Flucht- und Rettungspläne so übersichtlich zu platzieren, dass möglichst alle Nutzer eines Gebäudes während des Alltagsgeschehens nebenbei vor den Plänen verweilen werden.

So liegt es nahe, ansprechend gestaltete Grundrisse als Rettungspläne vor und in Aufzügen, Teeküchen, Fluren, vor Toilettenräumen, in Warteräumen und Pausenräumen zu platzieren. 

Die Platzierung der Pläne ist ein Miteinander aus erfahrenen Mitarbeitern und fachkundigen Personen.

Das dann montierte Ergebnis kann deutlich mehr an Wert für das Unternehmen erzeugen, als den Rettungsplänen in deren brandschutztechnischer Forderung unterstellt wird.

Was ist vorab zu klären, zu prüfen und zu recherchieren.

Werden Flucht- und Rettungspläne erstellt, überarbeitet oder aktualisiert, sind einige Grundlagen zu klären und zu besprechen, um Änderungen im Nachhinein zu vermeiden.

 

Aufkommende Fragen können sein:

- Gibt es festgelegte Brandschutzmaßnahmen und ein Brandschutzkonzept?

- Wie ist die Aktualität und Form von vorhandenen Grundriss- und Grundstückzeichnungen?

- Wie ist der Verlauf der Fluchtwege?

- Ist eine Dokumentation bezüglich Evakuierungsmaßnahmen erstellt worden?

- Gibt es Anweisungen die zu erteilen sind, welche Art, wie und wann sind diese Anweisungen zu erbringen?

- Gibt es Standorte der Brandbekämpfungseinrichtungen und Alarmierungssysteme? 

- Gibt es Standorte für Notfallausrüstungen und Evakuierungshilfen? 

- Sind erforderliche Maßnahmen, die im Notfall durchgeführt werden müssen, geplant, dokumentiert und einsehbar?  

- Gibt es sichere Bereiche (Zufluchtsorte) und Sammelstellen?

Die Gestaltung von Rettungsplänen nach DIN ISO 23601

Es sind viele Kriterien zu beachten, um einen normgerechten Flucht- und Rettungsplan zu erstellen.

Die DIN ISO 23601 ist einzuhalten, weiter Normen sind hilfreich und zu beachten.

ISO 3864-1

ISO 3864-3

ISO 7010

ISO 17398

ISO 17724 

ISO 16069

 

Die DIN ISO 23601 macht unter anderem folgende sinnvolle und einzuhaltende Vorgaben.

Der Standort des Betrachters wird gekennzeichnet und der Plan dem Montageort entsprechend lagerichtig erstellt. Somit sind beim Betrachten des Planes Einrichtungen und Dinge zur linken Seite des Betrachters auch auf dem Plan links dargestellt. Dies gilt dann ebenso für die rechte Seite.

 

Flucht- und Rettungspläne werden farbig erstellt. Die Farben sind genau festgelegt und führen zu einer europaweiten Vereinheitlichung.

Verblassen oder vergrauen die Farben im Verlaufe der Zeit, sind die Pläne zu erneuern.

 

Der Maßstab der erstellten Flucht- und Rettungspläne ist einer Vielzahl von unterschiedlichen Kriterien unterworfen. Diese können u.a. sein:

- Die Größe der baulichen Anlage, 

der darzustellenden Detaillierungsgrad,

- der vorgesehene Anbringungsort des Flucht- und Rettungsplanes. 

Diese Mindestmaßstäbe sind anzuwenden: 

- 1:250 für große bauliche Anlagen;
1:100 für kleine und mittlere bauliche Anlagen;
1:350 für Pläne, die in einzelnen Räumen angebracht werden. 

Für Elemente, die hervorgehoben werden sollen (z.B. Treppen und Flure) kann ein größerer Maßstab genutzt werden.

 

Meist wird nicht nur ein Flucht- und Rettungsplan für ein Gebäude erstellt, hier ist es selbstverständlich, dass diese Pläne in deren Art, Form und Maßstab gleich ausgeführt werden.

 

Beachtet werden muss, wie die Pläne im Normalbetrieb und bei Ausfall der Beleuchtung lesbar sein können.

Hier ist auf den Montageort und dessen Beleuchtung und auf die Ausführung der Pläne (langnachleuchtendes Material) zu achten. Die DIN ISO 23601, ISO 16069 und ISO 17398 geben hierzu detaillierte Auskünfte.

 

Der Hintergrund der Flucht- und Rettungspläne wird in der Farbe Weiß angelegt, hierzu ist die ISO 3864-1:2002, Tabelle 4 zu beachten.

 

Generelle werden Flucht- und Rettungspläne im A3-Format erstellt. Werden diese in einzelnen Räumen ausgehängt (z. B. Hotelzimmer), darf auf A4 reduziert werden.

 

Es ist eine Legende mit der Beschreibung der verwendeten Zeichen auf dem Plan zu erstellen.

 

Die Überschrift „Flucht- und Rettungsplan“ ist in der jeweiligen Landessprache aufzuführen

 

Sammelstellen müssen im Plan dargestellt werden. Diese sind dem Brandschutzkonzept zu entnehmen, oder bei nicht Vorhandensein eines Brandschutzkonzeptes werden diese in Absprache sinnvoll festgelegt.

 

Größen der Elemente eines Flucht- und Rettungsplanes 

Die DIN ISO 23601 stellt detaillierte Forderungen auf. Hier ein paar Auszüge:

 

Die Mindesthöhe der Buchstaben muss 2 mm betragen.

 

Die Mindesthöhe der Überschrift muss 7 % des Flucht- und Rettungsplanes betragen, bezogen auf die kürzere Blattseite. 

Die Buchstabenhöhe muss mindestens 60 % der Höhe der Überschrift betragen.

 

Die Sicherheitszeichen auf Flucht- und Rettungsplänen müssen eine Mindesthöhe von 7 mm aufweisen.

 

Die Linienbreite zur graphischen Darstellung der Wände der baulichen Anlage muss mindestens 1,6 mm betragen. 

Innere Trennwände sind durch Linienbreiten von mindestens 0,6 mm darzustellen. 

Werden Einzelheiten auf dem Plan ausgewiesen (z. B. Treppen, Regale, Fenster), so sind diese mit einer Linienbreite von mindestens 0,15 mm darzustellen.

Bei der Darstellung von langen Fluchtkorridoren sollten architektonische Details oder Ausstattung so angegeben werden, dass der Nutzer eine Vorstellung von dem Maßstab bzw. der Entfernung erhält. 

 

Inhalte und Darstellung

Rettungspläne setzen sich mindestens aus den folgenden Teilen zusammen:

- Die Überschrift

Der Übersichtsplan 

Die Regeln für das Verhalten im Brandfall und bei Unfällen

Die Legende

Sonstige Informationen (Projekt, Ersteller...)

 

Die Überschrift

Die Überschrift kann Groß- und Kleinschreibung nutzen. 

 

Der Übersichtsplan 

Ist der Flucht- und Rettungsplan einer baulichen Anlage selbst bereits eine Übersicht, kann auf einen weiteren Übersichtsplan verzichtet werden.

Unter anderem sind im Übersichtsplan aufzuführen:

- die Sammelstellen,

den Gesamtplan der baulichen Anlage des Grundstückes, vom Detailplan betroffene Bereich sind hier zu markieren,

eine vereinfachte Darstellung der Umgebung (z. B. Straßen, Parkplätze, andere bauliche Anlagen). 

Die Größe des Übersichtsplan darf 10 % der Fläche des Flucht- und Rettungsplanes nicht überschreiten.  

 

Der Detailplan 

Falls ein Detailplan erforderlich ist, gibt es hier einiges zu beachten.

Der Grundriss des relevanten Teils wird so abgeändert, dass unwichtige Einzelheiten entfernt worden sind, alle wichtigen Bestandteile hervorgehoben werden und die Lesbarkeit verbessert wird.

Der Plan wird dem Standort des Betrachters entsprechend lagerichtig dargestellt, der Standort wird aufgezeigt.

Treppen, Notausgänge sowie horizontale und vertikale Fluchtwege sind darzustellen

Vorrichtungen zur Evakuierung von Personen mit Behinderungen werden eingezeichnet.

Standorte und Art der Geräte für die erste Brandbekämpfung sowie Notfall- und Rettungsausrüstung sind aufzuzeigen.

Ist der auf dem Plan zur Verfügung stehende Platz zu klein, kann der tatsächliche Anbringungsort der Sicherheitszeichen im nächstgelegenen freien Bereich platziert werden, hier ist eine Hinweislinie auf den tatsächlichen Anbringungsort zu erstellen.

 

Regeln für das Verhalten im Brandfall und bei Unfällen

Diese Verhaltensregeln dürfen direkt auf dem Flucht- und Rettungsplan dargestellt werden.

Ist der vorhandene Platz zu klein, können diese Regeln in der direkten Nähe zum Flucht- und Rettungsplan angebracht werden.

 

Die Legende 

Die Legende ist ein elementarer Bestandteil eines Flucht- und Rettungsplanes. 

Sie erläutert die angewendeten Sicherheitszeichen, die graphischen Symbole und Farbcode.

 

Sonstige Informationen 

Schlussendlich sind die hier aufgeführten Angaben auf jedem Plan zu machen, die da sind:

Planersteller, 

Name der baulichen Anlage, 

Geschossbezeichnung, 

Datum der Planerstellung und Revisionsnummer, 

Plannummer

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